Informationsveranstaltung des Pastoralen Raums St. Wendel am 26. September


48 engagierte Vertreterinnen und Vertreter aus Gremien, Räten und den Orten von Kirche im Pastoralen Raum St. Wendel trafen sich am Samstag, 26. September, im Kulturzentrum Alsfassen, um über eine mögliche Fusion der Pastoralen Räume St. Wendel und Tholey zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Justus Wilhelm vom Leitungsteam des Pastoralen Raums St. Wendel zeigte sich erfreut über die große Beteiligung: „Dass so viele hier sind, zeigt, dass dieses Thema bewegt.“ Die Informationsveranstaltung wurde bewusst anstatt der ursprünglich geplanten Synodalversammlung angeboten, da das Thema aktuell von großer Bedeutung sei.
Dekan Klaus Leist erinnerte in seinem geistlichen Impuls an das Leitwort des Pastoralen Raums: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir wissen, Gott ist mit euch.“ Das Wort aus dem Buch des Propheten Sacharja sei gerade in der aktuellen Situation von besonderer Bedeutung. „Denn hier heißt es ja gerade nicht: Wir wissen, dass ihr einen Plan habt“, so Leist.
Fragen und Sorgen der Ehrenamtlichen im Mittelpunkt
Moderatorin Karin Müller-Bauer von der Fachgruppe Organisationsberatung des Bischöflichen Generalvikariats in Trier nutzte eine interessante demokratische und aktivierende Methode, um die wichtigsten Fragen und Sorgen der Teilnehmenden zu sammeln und zu strukturieren. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass viele die Frage beschäftigt, ob das ehrenamtliche Engagement vor Ort auch nach einer Fusion weiterhin gut möglich sein würde. „Was passiert mit der Kirche vor Ort?“ und „Nehmen wir die Menschen mit?“ lauteten die beiden höchstplatzierten Fragen.
Bevor die einzelnen Fragen ausführlicher diskutiert wurden, erläuterte Christian Heckmann, Bereichsleiter Organisation und Digitalisierung im Bischöflichen Generalvikariat, die wichtigsten Fakten zu einer möglichen Fusion. Er machte deutlich, dass sich auf der Ebene eines neuen Pastoralen Raums einige organisatorische
Veränderungen ergeben würden. In den Kirchengemeinden und an den Orten von Kirche blieben dagegen die bisherigen Abläufe und insbesondere die Zuständigkeiten erhalten.
Fusion grundsätzlich befürwortet – aber nicht überstürzen
Die anschließende Diskussion war von Sachlichkeit, Offenheit und einer ruhigen Atmosphäre geprägt. Neben den Stimmen, die eine baldige Fusion befürworteten, zielten andere Beiträge darauf ab, vor einer unmittelbaren Fusion zunächst mehr Zeit für ein gegenseitiges Kennenlernen und eine gemeinsame Vorbereitung zu schaffen.
„Dass die Fusion kommt, ist ja klar, aber bitte nicht mit der Brechstange, sondern mit mehr Vorbereitungszeit“, formulierte es ein Teilnehmer.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Unterstützung des Ehrenamts. Die ehrenamtlich Engagierten tragen in den Orten von Kirche und in den Pfarreien und Kirchengemeinden entscheidend dazu bei, dass das kirchliche Leben vor Ort lebendig bleibt. Die Mitglieder des Leitungsteams versicherten, dass das ehrenamtliche Engagement auch künftig in gleicher Weise gefördert werden solle.
Die Anregungen und Rückmeldungen aus der Veranstaltung würden sorgfältig abgewogen und bei der weiteren Planung ernsthaft und bewusst berücksichtigt, wurde zugesichert.
Christian Heckmann stellte zugleich klar, dass die Veranstaltung in erster Linie der Information und der Klärung offener Fragen gedient habe. Sie habe den Beteiligten die Möglichkeit gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vor der Umsetzung müsse der Bischof eine offizielle Anhörung der Gremien durchführen, die auf Grundlage eines bischöflichen Schreibens und genauer Beschreibung der beabsichtigen Maßnahmen erfolge.
Dank für engagierten Austausch
Zum Abschluss dankte Dekan Klaus Leist allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Kommen sowie für die offene und engagierte Diskussion. Sein Dank galt ebenso den Verwaltungskräften, die im Hintergrund zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.
Mit einem süßen Gruß in Form eines Honigglases aus Wendelins Garten bedankte sich Dekan Klaus Leist zudem bei Moderatorin Karin Müller-Bauer und Bereichsleiter Christian Heckmann für ihre professionelle Unterstützung. Beide hätten ermöglicht, dass die Informationsveranstaltung zu einem gelungenen und konstruktiven Austausch wurde.
St. Wendel, 28.09.26 - jw
