Erntedankprozession zum Weißen Kreuz in Bliesen

Es ist schon eine langjährige Tradition in der Gemeinde in Bliesen, am Erntedankfest nach dem Gottesdienst, in denen die Erntegaben auf dem Erntealtar im Bliestaldom vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein gestiftet wird, eine Dankprozession zum Weißen Kreuz hoch über Bliesen zu machen.
Im Gottesdienst, in dem auch Barbara Fuss mit den anwesenden Kindern die monatliche Kinderkatechese hielt, ging Pastor Klaus Leist in seiner Predigt auf den reich gedeckten Erntealtar ein, der sich auch auf vielen Tischen von Menschen widerspiegelt. Er erinnerte daran, dass viele Menschen schwer dafür arbeiten müssen, aber die Sorge Gottes für uns Menschen weit größer ist, denn erlässt in den Gärten, auf den Feldern, im Wald und in den Weinbergen diese Früchte wachsen und reifen. Das ist nicht nur ein Grund zum Dank, sondern auch die Menschen im Blick zu behalten, deren Teller und Tassen leer sind oder denen es an vielen Nahrungsmitteln fehlt. Für die Christen sei es ein bleibender Auftrag mit diesen zu teilen, denn die Erde ist für alle da und kann alle Menschen weltweit satt machen. Auch die Kinder in der Sakristei beschäftigten sich während der Predigt mit Gottes wunderbarer Schöpfung und stellten den heiligen Franz von Assisi, dessen Fest die Kirche am Freitag feierte, in den Mittelpunkt.
Die sich nach dem Gottesdienst anschließende Prozession durch die Namborner Straße über den Waldweg zum Weißen Kreuz begleiteten gut 50 Personen mit Gebeten und Liedern.
Initiator dieser Prozession und Spender des Weißen Kreuzes war Josef Schuh, der vor drei Jahren verstorben ist. Sowohl mit diesem Kreuz als auch mit den jährlichen Prozessionen hat Josef Schuh bleibende Spuren in der Remigius-Gemeinde in Bliesen hinterlassen.
