Zum Inhalt springen

„Ein wunderbarer Tag war uns geschenkt!“

Mit diesen Worten eröffnete Bischof Dr. Stephan Ackermann die Vorabendmesse am 6. Juni in der Basilika St. Wendel, nachdem er von Henning Gramlich, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates begrüßt und willkommen geheißen wurde.
4e76de40-8b38-4f47-bca7-4be17f20198e
Datum:
12. Juni 2026
Von:
Andrea Johann-Schneider
ce4fc485-40c1-42c2-9033-a17c0526fdda

In seiner Predigt ging der Bischof auf das Sonntags-evangelium ein, das von der Berufung des Zöllners Matthäus berichtet. Bischof Ackermann deutete die Worte Jesu am Zollhaus „Folge mir nach“ als „Du wirst gebraucht, Du bist für mich wertvoll und kostbar, denn für Gott ist kein Mensch unbrauchbar. Jeder und jede werden mit ihren Gaben und Fähigkeiten für das Reich Gottes und die Welt gebraucht.“ Daraus, so Bischof Ackermann, ergibt sich eine Verantwortung für sich selbst und auch für die Mitmenschen. Musikalisch wurde diese Bischofsmesse von Matthias Demuth begleitet, der dem Bischof und der Gemeinde sein Können vorstellte, wofür er langen Beifall erntete.

Vorausgegangen war eine Einladung von Landrat Udo Recktenwald, der den Bischof schon im vergangenen Jahr zu einer Radtour durch den Landkreis St. Wendel einlud und die durch Dekan Klaus Leist um die drei Pilgerstätten Marpingen – Tholey und St. Wendel ergänzt wurde. So startete man auch schon am frühen Morgen im Härtelwald in Marpingen, nachdem Bürgermeister Volker Weber den

Bischof begrüßte und Altbürgermeister Werner Laub ihm und der 20-köpfigen Radgruppe die Feierlichkeiten anlässlich der 150 Jahre Marpingen und Härtelwald von 1876 vorgestellt hatte. Nach einem deftigen Frühstück in der Begnungsstätte neben der Kapelle und einem Marienlied ging es Richtung Tholey in die Benediktinerabtei St. Mauritius, wo Abt Wendelinus die Gruppe schon erwartete und herzlich begrüßte und sie zum Mittagsgebet mit den Mönchen einlud. Nach dem Mit-tagessen und einer Führung durch das Museum Theulegium setzte sich die 20-köpfige Fahrradgruppe vorbei am Wareswald ab Oberthal auf der Bahntrasse nach St. Wendel fort.

Nach gut einer Stunde parkte die Gruppe ihre Räder in den Garagen des Pfarrhauses und ging in den historischen Sitzungssaal des Rathauses, wo Bürgermeister Peter Klär die sichtlich gut gelaunte Gruppe bereits erwartete. Mit herzlichen Worten begrüßte er den hohen geistlichen Gast in der Kreisstadt und freute sich, dass auch das Rathaus eine Station im Tagesverlauf ist. Interessiert hörte der Bischof, was der Bürgermeister über die Kreisstadt und die dazugehörigen Orte erzählte und erhielt zur Verabschiedung noch ein Präsent aus der Hand des Bürgermeisters.

Danach ging es ins Cusanus-haus, wo der Bischof und die Gruppe durch eine Power-Point-Präsentation mit vielen interessanten Bildern, die Hen-ning Gramlich eigens für den Bischofsbesuch erstellt hatte, über die Fusion und die bisherigen Aktionen in der neuen Pfarrei informiert wurden. Der Bischof war sichtlich beeindruckt von der Lebendigkeit und den vielen unterschiedlichen Aktivitäten, die von vielen Ehrenamtlichen initiiert und durchgeführt wurden. Sein Dankeswort für dieses Engagement hat die Mitglieder des Pfarrgemeinderates ermutigt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Diese frohe Zusammenkunft endete bei Kaffee, Schnittchen und Kuchen bei vielen guten Gesprächen und im Austausch. Als Dank für seinen Besuch überreichte Petra Eckert, die stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende, dem Bischof einen Bierkorb mit Karlsberg-

Köstlichkeiten sowie einem Glas „Honig aus dem Garten des heiligen Wendelin“ und einem selbstgemachten Likör aus St. Anna.

 

In der Tat war es ein wunderbarer Tag, den nicht nur der Bischof so empfand, sondern alle Beteiligten. Landrat Udo Recktenwald bedankte sich bei Bischof Ackermann, dass er sich diesen Tag für den Landkreis, die beiden Pastoralen Räume und die Menschen genommen hat.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, vor allen jenen, die uns so wunderbar bewirtet und ihre Gastfreundschaft gezeigt haben: Ein herzliches Vergelt‘s Gott!

Nach solch schönen und erlebnisreichen Erfahrungen und erlebter Gastfreundschaft wurde natürlich die Idee geboren, eine Pilgertour mit dem Fahrrad nun fest in den Jahresablauf der Pfarrgemeinde zu integrieren. Diese Idee fand in der Pfarrgemeinderatssitzung am 10. Juni großen Anklang und die ersten Ideen gehen schon in eine konkrete Planung über. Auch der Tag soll festgehalten werden: Samstag nach Fronleichnam 2027.

[Fotos: Manfred Wegmann, Hermann Scharf, Josef Bonenberger]